Laufend was Neues – Laufevents meistern und auf der Zielgeraden noch lächeln

Laufen ist ein toller Sport und nicht umsonst ein Breitensport, der immer Begeisterte findet. Vom Hobbyathleten über die ältere Dame von nebenan bis hin zum Abnehmwilligen hat der Laufsport für jeden etwas in petto. Doch nicht nur alleine mit der eigenen Musik im Ohr macht das Laufen Spaß, bei Laufevents zeigt sich, wie sehr die Gemeinschaft aus Läufern zusammenrücken kann und was für einzigartige Erlebnisse hinter dem Startblock warten.

Vom Lauf im Park zum ersten Marathon

Laufevents gibt es in Deutschland inzwischen viele, sehr viele sogar. Was noch vor wenigen Jahrzehnten eine kleine Nische war, muss inzwischen oft weit im Vorfeld gebucht werden – andernfalls gehen die Startplätze aus. Die Vielfalt an Laufevents sorgt aber auch dafür, dass jede/r Läufer/in genau den passenden Lauf findet. Das können kurze 5km-Läufe sein, Teamstaffeln, 10km-Runs, Halbmarathons, der Klassiker Marathon oder der Ultra-Marathon (50km und aufwärts) für Lauffanatiker. Unabhängig vom Laufevent ist es eine Chance für jeden Athleten, über sich hinaus zu wachsen. Dabei geht es nicht nur um Bestzeiten, sondern um das Erlebnis an sich oder sogar an Sightseeing. Beim Event tragen nicht nur Beine und Wille, sondern auch der Applaus des Publikums und die Masse. Die Schritte werden zu einem Stakkato der Gruppe und die Aufregung vor dem Startschuss ist fast so schön wie das Überqueren der Ziellinie und das Piepsen der magnetischen Zeitnahme. Das sind Erlebnisse, von denen man gerne berichtet und wann immer Läufer/innen davon erzählen, wie beflügelnd der Laufsport doch sein kann, so reden sie auch immer von den großen Events und der einmaligen Stimmung.

Das richtige Event finden

Niemand sollte mit einem Marathon beginnen, das ist eine einfache Grundregel bei der Eventsuche. Es gibt Laufevents für jeden Leistungsgrad, dazu gehören kurze Tempoläufe, Fun-Runs und athletische Höchstleistungen wie der Marathon. Der Lauf sollte so gewählt sein, dass er ohne Schäden beendet werden kann, gerade Anfänger sollten eher darauf bedacht sein, den Lauf als Finisher zu beenden. Ambitioniertere Läufer/innen achten auch auf ihre Zeiten. Neben dem Schwierigkeitsgrad sollte vor allem auch auf die Region geachtet werden. Läufe in der Umgebung sind toll für zwischendurch und bieten eine komfortable Anreise, exotischere Trips in die Berge, den Strand oder ins Ausland lassen sich toll mit einem Wochenendtrip verbinden (Laufevents finden in der Regel am Sonntagmorgen statt). Letztlich ist natürlich auch der Preis ein Buchungsfaktor, kürzere Läufe sind günstiger und es gibt für die meisten Läufe ordentlich Frühbucherrabatt. Bei der Suche nach passenden Events können sich Läufer/innen einen Laufkalender zu Hilfe nehmen und nach ihren Kriterien sortieren und die richtigen Events finden.

Die passende Vorbereitung

Je nach Lauf und Trainingsstand sollte die Vorbereitung entsprechend intensiv sein und es lohnt sich, diese auch wirklich ernst zu nehmen. Denn nur so kann das gewünschte Event wirklich mit dem erfolgreichen Überqueren der Ziellinie beendet werden und endet nicht im Krankenhaus.

Diese Tipps und Tricks sorgen für mehr Erfolg auf dem Weg zur Ziellinie:

– Das richtige Training: Training ist der entscheidende Faktor und Läufer/innen sollten sich in den Wochen und Monaten vor dem Event in Form trainieren. Die letzten zwei Wochen sind nicht für Fortschritte da, sondern zum Halten des Trainingsstandes. Als Grundregel sollten 3/4 der Strecke im gewünschten Tempo locker absolviert werden können.

– Die richtige Ernährung: Ein Laufevent sollte man wie einen Wettkampf behandeln und als Chance sehen, die Ernährung auch nachhaltig zu verbessern. Ausdauersportler ernähren sich von vielen Kohlenhydraten (aus Vollkornprodukten), mäßig viel Eiweiß und wenig Fett. Süßigkeiten und Alkohol sollten in Maßen konsumiert werden.

– Die richtige Kleidung: Wer immer noch keine Funktionskleidung zum Laufen besitzt, sollte spätestens zum Laufevent nachrüsten. Das spart nicht nur Gewicht, ist komfortabler und hält leistungsfähiger, es erspart auch unschöne Nebeneffekte wie wunde Stellen an Schenkeln udn Brustwarzen.

– Die richtigen Schuhe: Jede/r Läufer/in braucht das passende Schuhwerk, das für seine/ihre Füße gemacht ist. Bei der Wahl hilft ein Laufbandcheck im Fachhandel. Spezielle Wettkampfschuhe sind leichter und schneller, eine tolle Wahl beim Laufevent, aber sie müssen vorher eingetragen werden.

– Die Ernährung vor dem Lauf: Die Woche vor dem Event steht unter dem Zeichen des Carboloadings. Läufer/innen sollten ihre Chancen nutzen, um ihre Kohlenhydratespeicher aufzufüllen und bewusst viele Kohlenhydrate (Pasta, Reis, Brot) zu sich nehmen. Auch eine optimale Hydration ist in der Woche vor dem Lauf wichtig.

– Am Wettkampftag: Die Kleidung sollte bereits am Abend – passend zum Wetter – herausgelegt werden, der Chip in die Senkel geschnürt und nach einem gesunden Schlaf folgt ein normales Frühstück (Pasta hilft am Morgen auch nicht mehr). Und dann kann es losgehen.

– Beim Lauf: Gerade Anfänger/innen lassen sich vom Tempo der Masse mitreißen. Unsinn, jeder sollte bei seinem eigenen Tempo bleiben und den Lauf so angehen, dass der letzte Kilometer so schnell ist wie der erste.

Laufevents sind eine tolle Abschlussprüfung für ambitionierte Läufer, ein Tempocheck, der einfach nur Spaß macht und für Läufer/innen schließlich auch eine Erfahrung, die ganz anders ist als der Lauf im Park: ein buntes Miteinander, ein koordiniertes Gewusel und ein stürmisches Glücksgefühl beim Überqueren der Ziellinie.

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