Die größten Lauf-Vorbilder aus der Fußball-Bundesliga

Als Trailrunner, Marathonläufer oder sonstiger Ausdauerleichtathlet sucht man gerne nach Vorbildern. Sie dienen als Motivation, wenn die Trainingseinheiten sich in die Länge ziehen, die Strecke einfach nicht kürzer wird und einem die Sonne unaufhörlich auf den Nacken brennt. Solche Vorbilder gibt es nicht nur im Laufen selber, denn viele Enthusiasten auf den Straßen und Trails dieser Welt sind ebenso große Fußballfans. Wer sind in der Bundesliga die Könige der Ausdauer und laufen den Gegner in Grund und Boden?

Mönchengladbachs deutscher Nationalspieler als Nummer 1

Lange kritisiert und doch an der Spitze der Kilometerrangliste der Fußball-Bundesliga. Mit Lars Stindl steht ein deutscher Nationalspieler und Confederations Cup Siegtorschütze auf Platz eins der Akteure mit den meisten zu Fuß absolvierten Kilometern. Der Stürmer von Borussia Mönchengladbach absolvierte in seinem Klub bisher sämtliche 29 Spiele und spulte dabei starke 348,03 km ab. Es handelt sich um einen Schnitt von ziemlich genau 12 Kilometern pro Bundesligapartie. Stindls größte Stärke ist seine Vielseitigkeit, die ihn als fußballerischen „Spätentwickler“ schließlich auch in die Nationalmannschaft katapultierte, das Profil des Spielers bei Transfermarkt gibt zusätzlich Aufschluss über sein besonderes Talent. Seine Fähigkeit, alle Positionen in der Offensive bekleiden zu können, wird von Gladbachs Coach Dieter Hecking wertgeschätzt, selbst wenn die Tore nicht am Fließband fallen, sondern eine lange Trockenperiode Einzug erhält, wie es Mitte der Saison 2017/18 der Fall war.

Stindl kämpft nach wie vor um einen Platz im WM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw, um sein Können und seine Teamfähigkeit auch in Russland für sein Land auf den Rasen bringen zu können. Mit der deutschen Nationalmannschaft besitzt er bei Betway eine Quote von 3,25 (Stand 11. April), um nach dem Confed Cup abermals ein Endspiel zu erreichen. Es wäre unzweifelhaft die vorzeitige Krönung von Stindls Karriere, der nach den Stationen Karlsruhe, Hannover und Mönchengladbach noch immer auf seinen ersten Titel wartet.

Kilometerbestwerte durch Bremer Nachwuchshoffnung

IIn Bremen ist eine besonders lauffreudige Mannschaft der Fußball-Bundesliga zuhause. Maximilian Eggestein setzte sich mit 14,01 Kilometern im Spiel gegen Bayer Leverkusen auf Platz 2 der ewigen Bestenliste der Fußball-Bundesliga. Es handelt sich um einen extrem starken Wert, der rund zwei Kilometer über dem Schnitt der Liga und abermals zwei Kilometer über unseren 10 km Trainingsplänen liegt. Die Bremer Hoffnung aus dem eigenen Nachwuchs liegt nur deshalb nicht ganz vorne in der Liga-Gesamtrangliste, weil er unter Ex-Trainer Alexander Nouri nicht dieselbe Rolle einnahm und erst unter Florian Kohfeldt seine Stärken regelmäßig umsetzen kann. Tatsächlich fehlten für den Bundesliga-Rekord ebenfalls nur 40 gelaufene Meter, die der Hannoveraner Iver Fossum im März 2016 gegen Wolfsburg auf den Rasen arbeitete.

Nichtsdestotrotz kommt Eggestein in der Bundesliga mittlerweile ebenfalls bereits auf 323,88 km in 28 Spielen und damit Platz 5 der Rangliste. Vor ihm steht mit Thomas Delaney auf Platz 2 unter anderem ein Teamkollege aus seiner Bremer Mannschaft. Durch die zusätzliche Präsenz von Ludwig Augustinsson in den Top 10 wird Bremen zugleich zur Mannschaft mit den meisten Spielern in jener Liste. Als Team steht Werder auf Platz vier des Bundesliga-Rankings hinter dem SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Hannover 96. Dennoch ist der Einsatz des Teams unter Kohfeldt beispielhaft und kann auch für andere Läufer als Vorbild dienen.

Nicht nur Laufen mit Erfolg in Augsburg

Platz 3 der lauffreudigsten Spieler der Bundesliga nimmt schließlich Philipp Max ein, der mit dem FC Augsburg vor allem in der Hinrunde für viel Furore sorgte und die Liga mit 13 Torvorarbeiten weiterhin anführt. Vor allem auch seine läuferischen Leistungen, die er dank des Augsburger Systems auf der linken Flanke Spiel für Spiel zeigen muss, machen ihn zu einem wertvollen Mitglied des Kaders und eine Zeitlang zum ernstzunehmenden Kandidaten für Löws WM-Kader. Kölns Jonas Hector und Berlins Marvin Plattenhardt haben hier jedoch eindeutig die Nase vorn.

Bei Max handelt es sich um ein Unikum des FC Augsburg, der in der Liga nicht gerade als läuferisches Vorbild gelten kann. Platz 3, jedoch von unten, wird den bayerischen Schwaben zuteil, lediglich hinter den stets in Ballbesitz befindlichen Bayern und Eintracht Frankfurt, die unter Niko Kovac diese Saison zunehmend Spiele kontrollieren und dominieren. Max wird spielerisch und läuferisch eine große Lücke hinterlassen, sobald er den FCA eines Tages für ein international stärkeres Team verlässt. Wann auch immer dies soweit sein wird, ist offen. Die Grundlage hat der Spieler dieses Jahr geschaffen. Wahrlich vorbildlich!

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