Welche Laufstile gibt es und was ist eigentlich Pronation und Überpronation?

Welche Laufstile es gibt und die Unterscheidung dieser – Pronation und Überpronation

[really_simple_share] [rate] Jeder Läufer hat einen eigenen Laufstil, der sich über die Jahre entwickelt hat. Sowohl in der Stilistik als auch in der optischen Erscheinung gibt es jedoch große Unterschiede. Beobachtet werden kann dies vor allem bei Laufveranstaltungen und großen Stadtmarathons. Nicht selten gibt es bei Zuschauern den Gedanken, wie dieser Läufer bloß mit seiner Technik vorwärts kommt. Den ästhetischsten Laufstil weisen meist Leistungssportler auf. Vor allem im Leistungssport und ambitionierten Freizeitsport wird viel an der optimalen Lauftechnik gearbeitet. Eine Verbesserung der Lauftechnik kann durch gezieltes Lauf ABC erreicht werden. Durch verschiedenste Übungen können Defizite behoben werden. Hilfreich ist hierbei die Arbeit mit einem professionellen Lauftrainer, der auf eine saubere Ausführung achtet. Die Gründe für die einzelnen Laufstile und Lauftechniken sind vielschichtig und meist in der Entwicklung und Umgebung eines Menschen zu suchen. Viele Faktoren sind für den individuellen Laufstil verantwortlich. Dies kann zu einem in der Wahl der Schuhe liegen, die jahrelang verwendet wurden, oder die topografische Umgebung spielt eine große Rolle. Weiterhin sind Haltungsschäden, die über Jahre unterschiedlichster Belastung entstanden sind, ein Faktor des Laufstils. Und natürlich darf die genetische Veranlagung nicht vergessen werden. In unserer modernen Zeit wird versucht, vieles in Kategorien zu ordnen. Dies ist vor allem für Hersteller von Laufschuhen sehr wichtig und kann auch für den Konsumenten elementar sein, wenn es um die Auswahl passender Laufschuhe geht.

Fersenlauf, Mittelfußlauf und Vorfußlauf

Was nun einen perfekten Laufstil ausmacht, darüber streiten sicherlich die Gelehrten, und es gibt von Fachmann zu Fachmann unterschiedlichste Meinungen dazu. Der Fersenlauf scheint der am meist verbreitetste Laufstil zu sein. Vor allem bei Freizeitläufern und Joggern ist dieser Stil zu beobachten. Die Landung erfolgt bei diesem Laufstil auf der Ferse. Beim Mittelfußlauf erfolgt der Aufprall über den ganzen Fuß, und beim Vorfußlauf erfolgt der Auftritt auf dem Vorfuß. Diese Technik ist vor allem auf kürzeren Strecken, insbesondere beim Sprint zu beobachten. Aber auch die Läufer-Elite im Langstreckenlauf verwendet diese Lauftechnik. Für Ungeübte besteht die Gefahr, dass zum Beispiel die Achillessehnen zu sehr belastet werden. Hilfreich und gesund scheint es zu sein, den Untergrund und das Profil beim Laufen so oft wie nur möglich zu wechseln. So werden in der Regel auch unterschiedliche Stile angewendet und es tritt keine Monotonie auf. Der Fersenlauf eignet sich für lange Laufstrecken, um es sprichwörtlich rollen zu lassen. Der Vorfußlauf wird oft in bergigen Gegenden angewendet, um schnell und effektiv vorwärtszukommen. Um die Füße zu schulen und ein noch besseres Laufgefühl zu erhalten, lohnt es sich, immer einmal wieder kleinere Strecken barfuß zu laufen. Um Verletzungen vorzubeugen, solltet Ihr Euch langsam herantasten und gegebenfalls auch dafür einen Trainer oder Fachmann zu Rate ziehen. Beim Laufen ohne Schuhe muss genau auf den Untergrund geachtet werden, was eine Sensibilisierung mit sich bringt, die beim Laufen mit Schuhen über viele Jahre verloren gegangen ist.

Supination, Überpronation und Neutralfußläufer

Wenn der Fuß über die Außenseite abrollt, dann wird oft von Supination gesprochen. Es gibt im Handel spezielle Laufschuhe, die für Supinierer entwickelt wurden. Es wird oft die Empfehlung hin zum Neutralschuh gegeben. Wenn der Fuß sich beim Aufsetzen auf den Boden zu stark nach innen dreht, dann ist von der Überpronation die Rede. Für diesen Fall werden oft Stabilschuhe empfohlen, die zur Korrektur der Überpronation dienlich sind. Inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, ist schwer zu ermitteln. Wie in vielen Bereichen, so gibt es auch dafür von Fachleuten unterschiedlichste Meinungen. Auch Läufer berichten von unterschiedlichsten Erfahrungen. Eine zu starke Führung wird von einigen Läufern als unangenehm und nicht hilfreich empfunden. Beratung von wirklichen Fachleuten und Spezialisten kann Abhilfe schaffen, ist aber leider kein Garant. Bei Neutralfußläufern gibt es keine sogenannte Fehlstellung zu beobachten, und deshalb erfolgt auch keine Korrektur über die Laufschuhe.

Bildquellen:
minor9th
hiker32
Aaron of NEPA

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